Bollstadt

 Erwähnungsurkunde von Bollstadt
Erwähnungsurkunde von Bollstadt

Im 9. Jahrhundert wird -Bollstadt erstmals unter Schenkungen an das Kloster Fulda erwähnt.

 

Die erste Nachricht über das Dorf steht in der Schrift "Traditiones Fuldenses" von einem Mönch Ebirhardus aus dem Kloster Fulda. ...Gisalbert übergab dem hl. Bonifatius Landgüter in Bollstadt.

 

Im 13. und 14. Jahrhundert ist Bollstadt Sitz eines Rittergeschlechtes derer von Bollstadt, dem der große mittelalterliche "Doctor universalis", der Naturwissenschaftler und Theologe Albertus Magnus angehörte. (veraltete wissenschaftliche Meinung)

 

 

 

 

 

Neuere Erkenntnis über Albertus Magnus:

 

Um 1418 verschenkte Graf Friedrich von Oettingen Kirche, Kirchensatz und Widdumsheim in Bollstadt und 5 Lehensgüter dortselbst an das Kloster in Christgarten nach einem Kauf von Hans (dem älteren) von Bollstadt.

 

So mag er auch die beiden Dorfhälften erkauft haben, die er 1433 an Georg von Weiler und Franz von Stein zu Diemantstein verkaufte.

 

1459 kaufte dann das Kloster Mönchsdeggingen die eine Hälfte mit Recht und Ungelt von Georg von Weiler und ebenso 1461 die andere Hälfte von Hans von Stein zu Diemantstein und Techt und Ungelt.

 

1711 erkaufte sich das Kloster Mönchsdeggingen auch noch dazu von den Kartäusern in Buxheim die 5 Dorflehen, nebst allem was bis zur Reformation im Besitz des Klosters Christgarten gewesen war.

 

So war also jetzt der Abt von Mönchsdeggingen Herr und das Kloster in Mönchsdeggingen Besitzer von ganz Bollstadt, aber jetzt unter der Oberhoheit der Fürsten von Wallerstein.

 

1796 war Bollstadt bei einem Gefecht zwischen Franzosen und Österreichern das hauptquartier Erzherzog Karls.

 

bei der Säkularisation 1802 fiel das Dorf dem Fürstenhaus Wallerstein zu bis zum Jahre 1806, in dem es dem neu gegründeten Königreich bayern einverleibt wurde.

 

 

 

Im Jahre 1848 wurden dann die Inhaber der einzelnen Güter auch Besitzer.

Erstmals genannt ist auch das Schloss von Bollstadt im Jahre 1459,wo Georg von Weiler den "Burgstall mit Zubehör" usw. an den Abt Georg Floß von Deggingen verkaufte.

 

Laut Urkunde hatte Georg von Weiler das verkaufte von seinem Vater Ehrenfried von Weiler geerbt. Ehrenfried war vermutlich Sohn eines älteren Georg von Weiler, der 1409 als Vogt von Hohenburg genannt ist. Dieser Georg war nach der genannten Urkunde ein Bruder der Ursel von Weiler, der ehelichen Hausfrau des Hans von Bollstadt. Dieser hans von Bollstadt mit dem Beinamen "der Jüngere" scheint der letzte seines Geschlechtes in Bollstadt gewesen sein, mit dem um 1436 das Geschlecht dort ausstarb.

 

Das Schloss in Bollstadt

 

1459 erstmals erwähnt, 1714/15 neu gebaut oder restauriert, 1789 - 1790 folgte ein weiterer Bau, 1788 Abbruch des alten Schlosses, 15. Mai 1789 Grundstein gelegt für Neubau und 1790 bereits aufgerichtet, 1854 abgebrochen.

 

Quelle: Festschrft des Schützenvereins.